Was bedeutet eigentlich die Leistungsangabe Wattpeak ("wp") bei den Modulen?

Wp steht für Wattpeak oder auf Deutsch Wattspitze. Das ist eine Einheit, die sich in der Photovoltaik eingebürgert hat. Sie gibt die Leistung an, die ein Modul bei voller Sonnenbestrahlung (und weiteren festgelegten Bedingungen) erreicht.

 

Wieviel bringt denn nun so ein Modul?

An einem klaren Sonnentag strahlt die Sonne bei uns etwa 1000 Watt pro m² ein. 1000 Watt entspricht z. B. der Leistung einer mittleren Kochplatte. Ein Modul von 1 m² leistet unter diesen Bedingungen etwa 120 Watt.

Schauen Sie, in welcher Himmelsrichtung Ihr Dach steht und welche Dachneigung vorhanden ist. Anhand der Abbildung können Sie erkennen, wieviel Prozent des Maximalertrages auf Ihrem Dach möglich ist.

Zusätzlich kann man hier die Dachformen und die dazugehörigen Energieerträge gut erkennen:

Quelle: Haus & Energie, März-April 2006

 

Leistungsabgabekennlinie / Maximaler Arbeitspunkt

Leistungsabgabe einer Solarzelle bei verschiedenen Arbeitspunkten. An den Arbeitspunkten
A und C liefert die Solarzelle wesentlich weniger Leistung als im Arbeitspunkt B. Arbeitspunkt B ist der Punkt der Kennlinie mit der höchsten Leistung und damit der "Maximum Power Point", der für den praktischen Betrieb erstrebenswert ist.

 

Strom-Spannungs-Kennlinie

Die elektrischen Eigenschaften einer Solarzelle werden durch die Strom-Spannungs-Kennlinie beschrieben. Im dargestellten Arbeitspunkt erzeugt die Solarzelle eine Spannung von 0,44 V und einen Strom von 3,0 A.

 

Einfluss der Einstrahlung

Kennlinien einer Solarzelle bei verschiedenen Einstrahlungen. Zelltemperatur und Lichtspektrum sind als identisch angenommen.

 

Temperaturabhängigkeit der Zellen

Da die Leerlaufspannung für kristalline Zellen bei etwa UL=0,6 Volt liegt, verringert sich die Spannung um 0,4% pro Grad Celsius, während der Strom um etwa 0,06% zunimmt. Bei steigenden Zelltemperaturen ist die dominierende Variation die von UL, und die Leistungsabgabe verringert sich ebenfalls um etwa 0,4% bis 0,5% pro ein Grad Celsius. Diese negative Abhängigkeit der Abgabeleistung der Solarzellen von der Zelltemperatur muss in der Praxis bedacht und darauf geachtet werden, dass die Solarzellen im Betrieb möglichst kühl bleiben, die PV-Module also gut hinterlüftet werden.